
16.01.2010
Der Weltklasseritt von Ludger Beerbaum
(wy) Er kann's halt immer noch: Der vierfache Olympiasieger Ludger Beerbaum bewies im Stechen der Championats von Basel mit dem Oldenburger Hengst Couleur Rubin seine Klasse. Keiner wendete in der Barrage des mit 80 000 Fr. dotierten Hauptevents am späten Freitagabend so eng und so gekonnt wie der 46-jährige Deutsche.
Beerbaum wurde für seinen präzisen Klasseritt mit 20 000 Franken Sieggeld belohnt und verwies den Holländer Harrie Smolders mit Powerfee um zwei Zehntelssekunden auf den Ehrenplatz. Überraschend als bester Schweizer rückte Philipp Züger aus Galgenen mit Liatos als Fünfter ins Rampenlicht. Der Schwyzer Wirtschaftsstudent wurde für seinen mutigen Angriffsritt mit seinem Holsteiner mit 6000 Franken belohnt. «Dieser Spitzenplatz kam für mich überraschend, bin ich doch unter all den Profis ein Amateur. Und mein Liatos, der wohl ein mutiger Kämpfer mit grossem Herz, aber mit beschränktem Springvermögen ist, ging an sein Limit. Ich bin mit ihm noch nicht oft über solch hohe Hindernisbrocken gesprungen.»
Der Doppel-Europameister der Jungen Reiter von 2008 klassierte sich vor seinen reputierten Landsleuten Steve Guerdat/Ferrari (9.), Beat Mändli/Louis (10.), Urs Fäh/Levi (14.) und Niklaus Schurtenberger/Cantus (15.), die ebenfalls das Stechen des für die Weltrangliste zählenden Springens der grossen Tour erreichten, aber in der Barrage je einmal scheiterten.